Denkmals- / Fahnensegn. - KSK Eching

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Denkmals- / Fahnensegn.

Chronik

Denkmals - und Fahnensegnung am Sonntag, 17. August 1986

Ein Fest ganz besonderer Art feierte am Sonntag die Krieger- und Soldatenkameradschaft Eching. Zum einen konnte die renovierte Vereinsfahne gesegnet werden und zum anderen konnte das aus dem Jahre 1923 stammende und 1971 im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen abgetragene Kriegerdenkmal renoviert und wieder an einer würdigen Stelle aufgestellt werden. Außerdem wurden 21 Kameraden durch den ersten Vorsitzenden des Kreiskrieger- und Soldatenverbandes Landshut, Fritz Schneck, für langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Vorstand Lorenz Grabrucker begrüßte im Volksfestzelt in Kronwinkl zu Beginn der Feierlichkeiten die zahlreichen Nachbars- und Ortsvereine namentlich: Bürgermeister Albert Rosenwirth mit Gemeinderäten, die Fahnenmutter Therese Landersdorfer mit den ehemaligen Festdamen, Kreisverbandsvorsitzenden Fritz Schneck, die Ehrenmitglieder Linner, Polland, Stuckenberger und Maier, Schirmherr MdB Paintner, MdL Herbert Huber, Kreisrätin Josephine Nagy, die Altbürgermeister Linner und Wieser, sowie Kreisrat Mayer.

Vom Festzelt zog man dann in geschlossener Formation zum Feldgottesdienst nach Viecht, wo vor dem Gasthaus Augustin ein schöner Altar aufgebaut war. Angeführt wurde der Festzug von der Haunwanger Blaskapelle. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Lorenz Brandl die Festgäste, wobei er meinte, daß diese Eucharistiefeier neben dem Gedenken an gefallenen, vermißten und verstorbenen Kameraden auch eine Bittmesse für den Frieden sein soll.

Die Festpredigt stellte der Geistliche unter das Motiv: "Ein Denkmal des Dankes, aber auch der Mahnung". Das renovierte Denkmal zeige noch den Geist der zwanziger Jahre, als man noch den Mut hatte, ein Denkmal als angriffslustig darzustellen. "Für uns in der heutigen Zeit ist es ein Zeichen des Dankes und des Mahnens. Der Sockel auf dem der Soldat, der ins Dorf schaut, aufgestellt ist, zeigt Maria, die Schutzpatronin unseres Bayernlandes, um deren Schutz wir auch heute bitten. Für uns und für die ganze Welt gilt es ethische Grundsätze zu bewahren und diese auch den kommenden Generationen weiterzugeben. Diese Feier soll dazu beitragen, ein Brückenschlag zueinander zu sein." Anschließend segnete Pfarrer Brandl die renovierte Vereinsfahne und das neuerstellte Kriegerdenkmal. Der Festgottesdienst wurde von der Blaskapelle aus Haunwang musikalisch umrahmt.

Das Panzerbattailon 563 Landshut stellte aus der ersten Kompanie unter dem Befehl von Ofw. d. R. Baumgartner eine Ehrenwache für diese Feierlichkeit. Mit einem gemeinsam gesungenen "Te Deum" klang der kirchliche Teil dieser Feier aus. Unter den Klängen des "Guten Kameraden" und Salutschüssen legte Vorstand Lorenz Grabrucker am neuerrichteten Ehrenmal einen Kranz nieder.

Anschließend begab man sich wieder zurück ins Festzelt nach Kronwinkl, wo bei einem gemeinsamen Mittagessen die offiziellen Ansprachen und Ehrungen stattfanden. Der Vorsitzende des Kreiskrieger - und Soldatenverbandes Landshut, Fritz Schneck, übermittelte die Grüße des Verbandes und gratulierte der Krieger- und Soldatenkameradschaft Eching zur Kriegerdenkmal- und Fahnensegnung im Namen der gesamten Vorstandschaft. "Ich stelle hiermit fest", so meinte Schneck, "daß ihre Kameradschaft ein tiefes Traditionsbewußtsein besitzt." Nach dem Bau der neuen Bundesstraße 11 sei es nun möglich geworden, das alte Kriegerdenkmal fast wieder an der alten Stelle aufstellen zu können. "Ich darf der KSK Eching", so fuhr der Redner fort, "und allen Bürgern der Gemeinde für dieses große Werk herzlich danken. Sie haben damit gezeigt, daß in ihrem Verein ein Zusammenhalt besteht. Mein besonderer Dank gilt der Vorstandschaft und allen Mitgliedern für die über fünfzehn Jahre treue Mitgliedschaft, der Zusammenarbeit und Unterstützung unseres Verbandes. Hier darf ich hervorheben Ehrenvorstand Martin Lauerer, der neun Jahre Beirat des Verbandes ist und stets bei allen Sitzungen anwesend war. Den jungen Kameraden - Reservisten - danke ich gleichfalls, daß sie bereit waren, Funktionen in den Vorstandschaften der Mitgliedsvereine zu übernehmen. Sie haben durch die Ableistung ihres Wehrdienstes mit beigetragen, daß wir in Europa in Frieden und Freiheit leben können." Als nächstes nahm Schneck noch eine Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Der Krieger- und Soldatenverband Landshut habe das große Ehrenzeichen geschaffen. Mit ihm zeichnete Fritz Schneck aus: Jakob Steindl, Anton Wagenhofer, Anton Heckenstaller, Thomas Frank, Johann Zehentner, Lorenz Stuckenberger, Jakob Oberndorfer, Kaspar Landersdorfer, Johann Mißlinger, Nikolaus Mollinger, Alois Maier, Graf Theodor von Medem, Graf Raban von Soden, Anton Obermeier, Ludwig Obermeier, Anton Schweiger, Thomas Haselbeck, Franz Speckmeier, Thomas Metz, Simon Maier, Thomas Landersdorfer und Theobald Baumgartner.

MdB Paintner übermittelte der KSK Eching die Glückwünsche des Bayerischen Landtags zu diesem gelungenen Fest. Diese Fahnensegnung und Denkmalweihe, so Paintner, stelle eine sehr große Tat dar und wurde von Pfarrer Lorenz Brandl in würdigster Weise gestaltet. Er glaube eines sagen zu dürfen, daß die Krieger- und Soldatenvereine uns beweisen, was Tradition ist und daß Frieden und Freiheit immer wieder neu erkämpft werden müssen. Paintner bezeichnete dieses Fest als eine eindrucksvolle Demonstration für den Frieden. Anschließend gratulierte Paintner den Ausgezeichneten zu ihrer Ehrung.

Vorstand Lorenz Grabrucker gab nun einen Überblick über die Vereinsgeschichte der Krieger- und Soldatenkameradschaft Eching, im besonderen des neuerstellten Kriegerdenkmals, das erstmals im Jahre 1923 aufgestellt wurde und im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen im Jahre 1971 weichen mußte. Der Gemeinde Eching dankte Grabrucker für die große Unterstützung sowohl in finanzieller Hinsicht, wie auch für den neuen Standort des Denkmals, das nun sicherlich zur Verschönerung des Ortsbildes beiträgt.

Bei der Verabschiedung der Ehrenwache aus Landshut meinte Grabrucker, daß zu einem solchen Fest, das ein Fest der Soldaten ist, eben auch Soldaten gehören. Grabrucker appelierte in diesem Zusammenhang an die Reservisten der Gemeinde und die es noch werden, nicht länger der Kameradschaft fernzubleiben. Den Soldaten aus Landshut dankte Grabrucker abschließend für die Teilnahme an dieser Feier und wünschte ihen eine gute Heimfahrt.

Bürgermeister Albert Rosenwirth gratulierte im Namen der Gemeinde der Krieger- und Soldatenkameradschaft zu dieser Feier. "Für uns soll diese Denkmal eine Mahnung an den Frieden sein, wozu die Ableistung des Wehrdienstes unserer jungen Soldaten beitragen soll." Bei einem gemeinsamen Mittagessen, zu dem die Haunwanger Blasmusik zünftig aufspielte, verbrachte man noch einige gemütliche Stunden.



 

symptoma.es
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü